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Polens Strände sind endlos... Print E-mail
Less wind on the last leg of the Baltic Sprint Cup 2008
Unsere letzte Etappe des Baltic Sprint Cups führte von Danzig nach Roenne auf Bornholm. Doch zum Start hing die Flotte erst einmal in der Flaute. Die ersten Crews gingen baden, der Race Director Alan Green verlegte die Startline immer weiter nach Norden in der Danziger Bucht und wir hofften, dass es endlich  los ging, da mit 170 Meilen ein gutes Stück Ostsee zwischen uns und der großen Abschlussparty mit Siegerehrung lag. Es war wenig Wind voraus gesagt, sogar Flaute und es gab nur zwei taktische Optionen: Links oder rechts um das Hoch herum, welches sich genau von Bornholm auf Polen zu bewegte.
 
Wir wählten den Weg links herum, entlang Polens Küste, denn dort wollten wir nach der Thermik am Tag auch die Nachtthermik nutzen, um voran zu kommen. Also die Flaute austricksen. Dafür muss man wirklich nah an der Küste segeln. Wie war der Tip vom Wetterrouter zu Hause: Nah an der Küste, aber Vorsicht: WASSERTIEFE. Doch wir hatten noch andere Herausforderungen entlang Polens endlosen Stränden: Badende Menschen, laute Musik vom Strand, Grillgeruch, Lagerfeuer, Blitzlichter von Kameras, die den Sonnenuntergang fotografieren... wenn man entlang der 5-Meter Linie segelt, ist das fast wie am Strand spazieren gehen. Aber es hat funktioniert, wir hatten die ganze Nach konstanten, frischen Wind und segelten in Richtung unseres imaginären Abbiegpunktes Richtung Bornholm.

Auch hier war Anfangs alles wie geplant, unser Lieblingssegel Code R (ein leichter riesiger Spi) zog uns Richtung Ziel, doch dann nahm der Wind immer mehr ab. Waren wir nicht weit genug nach links gefahren? Aber nicht anders ging es unseren Mitstreitern im Norden. Alles würde sich vor Bornholm entscheiden. Dort hingen unsere ärgsten Segelgegner in der Flaute und wir holten immer mehr auf, denn zwar hatten wir bei unserem Weg links herum die weitere Strecke, waren von der Geschwindigkeit her aber schneller, da auch auf unserer Seite der Wind wieder einsetzte. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Eine kleine Briese vor Roenne brachte die ersten Schiffe ins Ziel und wir hatten während des Vormittags eine Phase in der wir zu lange zu wenig Wind hatten, als das unsere Taktik aufgegangen waere. Fast hätte es geklappt, es ging nur um zwei Stunden etwas mehr Wind. Wir wurden nach berechneter Zeit Siebter. Unzufrieden waren wir in Roenne dennoch nicht. Wir haben in den zwei Wochen Baltic Sprint Cup viel über den Umgang mit unserem Boot gelernt, weiter optimiert und mit unseren zwei ersten Plätzen gezeigt, dass wir auch mit den „großen Jungs mitspielen“ koennen. Wir sind uns einig: Unser Team wird weitermachen!
 
Inken Braunschmidt
 
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