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15.000 neue Liegeplätze und ACI-Preise
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Die kroatische Regierung und vor allem ihr Minister Bozidar Kalmeta im Super-Ministerium für Verkehr, Entwicklung, Tourismus und Seewesen setzen beim Wassersport auf Wachstum. Obwohl an der kroatischen Küste nur zur Hochsaison im Juli und August Liegeplätze knapp werden, dürften in absehbarer Zeit noch einige Marina-Projekte genehmigt werden. Denn das erklärte Ziel für die Zukunft sind 15.000 zusätzliche Liegeplätze für Sportboote, davon 10.000 im Wasser und 5000 an Land. Nicht zuletzt sollen dabei auch wachsende Zahl von Megayachten in der Adria berücksichtigt werden.
Das sagte Branko Bačić als Gast des Mittelmeer-Skippertreffens in München während der fünftätigen Freizeit- und Reisenmesse C-B-R Ende Februar. Der Staatssekretär für Seewesen im kroatischen Ministerium für Verkehr, Entwicklung, Tourismus und Seewesen, der auch im Aufsichtsrat der Marinakette ACI sitzt, betonte für sein Land den hohen Stellenwert des nautischen Tourismus, dessen Einnahmen 10 Prozent am Gesamttourismus ausmachen.
Die im staatlichen Besitz befindliche Marinakette ACI hat übrigens Anfang Februar einen Investitionsplan für zehn Marinas vorgelegt, sagte Bačić. Die Regierung verlängerte im Sinne der Planungssicherheit deshalb bei der Gelegenheit die Konzessionen für die genannten Marinas für mehr als zwanzig weitere Jahre bis 2030, erläuterte der Staatssekretär. Über Details dazu schweigt sich die Leitung der Marina-Kette auch auf Nachfragen hin aus. Große Yachten, Megayachten ebenso, für deren Unterbringung besonders viel Geld erforderlich ist, stehen dabei im Focus der Ausbaupläne und auch im Zentrum der neu beantragten Genehmigungen für den Bau künftiger Sportboothäfen zwischen Umag im Norden und Cavtat im Süden. Einhergehend mit der neuen Schwerpunktsetzung erleben wir eine Explosion der Liegeplatzpreise, wie boote-Ressortleiter Jürgen Straßburger jüngst in der führenden Motorbootzeitschrift im deutschsprachigen Raum vorrechnete. In seinem Beitrag „Die Kleinen zahlen die Zeche“ analysierte Straßburger die neue Preisliste des ACI für 2007 und stößt dabei auf gravierende Preiserhöhungen, vor allem im unteren Bootssegment. Weil die Einstiegsgröße von 7 auf 8 m Bootslänge angehoben wurde, müssen alle Eigner eines Schiffchens unter 7 m ab sofort in ACI-Marinas fast 30 Prozent mehr zahlen. Konkret werden also zwischen 28 und 32 Euro kassiert. Weil auch die Hochsaisonzuschläge für viele ACI-Marinas verteuert bzw. ausgedehnt wurden, würde im August 2007 eine Nacht in Split oder Korcula mit einem 8-Meter-Boot 38,40 Euro kosten. Damit, so Straßburger, liegt der ACI im Europa-Vergleich „ganz weit vorn“. Im feinen Golfe Juan zwischen Antibes und Cannes an der Côte d’Azur käme der Eigner mit bescheidenen 12,20 Euro hin. Nach den jüngsten Angaben des Ministeriums in Zagreb verfügt Kroatien derzeit über 35.000 Bootsplätze im gesamten Land, davon 15.000 in den kleinen Häfen, also überwiegend für lokale Fischerboote. In 53 Marinas gibt es ebenfalls zirka 15.000 Plätze für Yachten. Bleibt in der Rechnung eine kleine, unerklärbare Differenz. 550.000 Wassersportler besuchten nach offiziellen Angaben in 2006 Kroatien, darunter 270.000 Charterer. Für 2006 ermittelten die Statistiker eine neue Rekordmarke bei den Ankünften – über 10 Mio. Besucher. Mit 23 % waren Deutsche die mit Abstand größte Gruppe. 2007 wird ein weiteres Teilstück der neuen Küstenautobahn freigegeben, weitere 37 Kilometer von Split in Richtung Dubrovnik werden fertig.
(Quelle: DSV Kreuzer-Abteilung)
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