Trrrimmm! Fiiiieren.... Auf, auf, auf!!! Oder: Platz 1 für KPMG
Es war unser Kurs, unser Wind, unsere Wellen. Wir hatten es bei der Wettervorhersage ja schon gehofft: Das Rennen von Kleipeda nach Gdynia im Rahmen des Baltic Sprint Cups hatte alle Voraussetzungen, für uns und unser Boot KPMG erfolgreich zu werden. Es war Spikurs angesagt, zwar ein sehr spitzer, d.h. der Wind kam eher seitlich als von achtern, doch nur mit 10-15 kn so dass 8 Frauen 15 Stunden lang Segel getrimmt, gewechselt und wieder getrimmt haben, an Schlaf war nicht zu denken.
Da bei spitzen Kursen das Boot Gefahr läuft, aus dem Ruder zu laufen
und sich platt aufs Wasser zu legen, klangen die Laute an Bord wie eine
Schallplatte: Trrrimmm (Druck ins Segel bekommen), Fiiiiiieren (man
muss dem Segel auch geben koennen, nicht nur nehmen) und wenn das Boot
kurz vorm Sonnenschuss war „Auf, auf, auf!!!“ (um die Schoten und den
Baumniederholer aufzumachen, damit das Boot nicht platt auf dem Wasser
liegt).
Morgens bei Sonnenaufgang kamen wir an und haben im Hafen erst einmal
unsere Handys gecheckt, denn normalerweise wissen zu Hause immer alle
besser wie und wo wir gesegelt sind (dank Racetracker).
Doch keine
einzige SMS, was vielleicht an der frühen Uhrzeit lag. Nachdem wir
überlegt haben, wen wir morgens um 04:00 Uhr wecken koenten, haben wir
doch über Handy und Internet herausbekommen, was wir vielleicht gehofft
hatten, aber nicht wirklich glauben konnten: Da stand 1. Platz für
KPMG... Plötzlich war egal, dass wir hundemüde und fix und fertig
waren, die ganze Schinderei hatte sich gelohnt und im Bett sind wir
dann doch erst 2 Stunden später.
Inken Braunschmidt
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